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Kommentar zum Artikel:

"Franckenstein (Jac. August.)"
(Zedler Bd. 9, Sp. 1714-1715)

Der seit 1731 als Hauptredakteur für das Zedler'sche Lexikon tätige Jacob August Franckenstein geriet nach der Veröffentlichung der ersten beiden Bände mit Zedler in Streit und stellte daraufhin im Herbst 1732 seine Redaktionsarbeit ein. Als 1735 der neunte Band des Lexikons (Buchstabe "F") erschien, wurde der bereits im Frühjahr 1733 verstorbene Franckenstein in einem eigenen Artikel gewürdigt. Sein akademischer Werdegang wird darin ebenso dokumentiert wie die Liste seiner Publikationen.

Für bibliographische Zwecke von Nutzen ist die Dokumentation derjenigen Veröffentlichungen, an denen Franckenstein beteiligt war, die jedoch nicht unter Voranstellung seines Namens erschienen. Darüber hinaus wird eine Reihe von ungedruckten Schriften erwähnt, die überwiegend im Zusammenhang seiner Lehrtätigkeit entstanden sein dürften. Eigens hervorgehoben wird die Tätigkeit Franckensteins für die "Acta Eruditorum". Als Beiträger für diese bedeutende gelehrte Zeitschrift habe er 16 Jahre lang "fleißig" gewirkt. In diesem Zusammenhang hätte man die Erwähnung seiner Bemühungen um die Veröffentlichung der ersten beiden Bände des Universal-Lexikons erwarten können. Angesichts der ansonsten umfassenden Zusammenstellung der Publikationstätigkeit Franckensteins fällt das Fehlen einer solchen Erwähnung besonders ins Auge. In diesem Punkt folgt der Artikel offensichtlich dem Nachruf von 1733 und deutet damit die Tiefe des Zerwürfnisses zwischen Herausgeber und ehemaligem Hauptredakteur des Lexikons an.

[Gregor Horstkemper]

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