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Die Redakteure des Zedler'schen Lexikons

Zedlers Lexikon erhob den vom barocken Sammeleifer geprägten Anspruch, das gesamte Wissen seiner Zeit zu vereinigen. Neben der Materialfülle besticht das Werk noch heute durch seine Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Um dieses Ziel zu erreichen, bediente sich der Verleger eines Stabes von Redakteuren, die als verantwortliche Sachbearbeiter für ihre Spezialgebiete wirkten. Die Koordination, Aufsicht und die meisten Schreib- und Korrekturarbeiten übernahm dabei ein Hauptredakteur. Die ersten beiden Bände betreute Jacob August Franckenstein, danach übernahm Paul Daniel Longolius diese Aufgabe. Ab Band 19 zeichnete Carl Günther Ludovici für den Inhalt des Lexikons verantwortlich, der das Mammutprojekt auch zum Abschluss brachte. Da mit Zedler gleichzeitig die neue, später auch von Brockhaus, Herder oder Larousse gepflegte Sitte begann, das Verlagshaus und nicht mehr einen Verfasser oder Herausgeber mit dem Werk zu identifizieren, ist über die eigentlichen Autoren der Artikel nur wenig bekannt. Bereits unter den Zeitgenossen machten Gerüchte über mögliche "Mitarbeiter" die Runde. Genannt wurden dabei auch prominente Namen wie Johann Burckhardt Mencke, Johann Heinrich Rother oder Johann Christoph Gottsched. Valide Nachweise ihrer Tätigkeit konnten jedoch bis heute nicht erbracht werden.


© Redaktion Zedleriana 2002  Zum Seitenanfang
 
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